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Sitala schreibt … im August 2020

Was es mit dieser Kategorie auf sich hat, könnt ihr hier nachlesen :).

Wie Ende Juli versprochen, kommt jetzt das Monatsupdate zum August zu meinen Schreibfortschritten.

So sah es grafisch dargestellt aus:

geschriebene Wörter August 2020
Gesamtanzahl Wörter siet Beginn der Challenge

Diesen Monat waren es insgesamt 20957 Wörter.

(Bis eben - bevor ich die Zahl nachgesehen hatte - dachte ich, dass der August eher schlecht war, aber im Vergleich zu den anderen Monaten war er doch eigentlich recht gut)

 

(Zum Vergleich:

März: 4054 Wörter - waren ja nur 3 Tage

April: 14848 Wörter

Mai: 15947 Wörter

Juni: 12263 Wörter

Juli: 29170 Wörter)

Zumindest waren das die Wörter, die ich zählen konnte. Was soll das heißen?

Ich hab vor etwa 2 Wochen mal wieder eine Art Koller bekommen und hatte das Gefühl, festzustecken und wie so häufig fange ich in solchen Phasen meistens an, Ratgeber/Blogs/Videos zum Schreiben anzuschauen (in der Hoffnung, die eierlegende Wollmilchsau in Bezug aufs Schreiben zu finden …).

 

Dabei habe ich den Youtube-Kanal sowie den Blog von Kate Stark (wieder-) entdeckt.

Ich finde Kate total sympathisch und sie lässt alle andere an ihrem Schriftstellerleben teilhaben. Zwar ist sie im Gegensatz zu mir eine eingefleischte Plotterin (und sie schreibt in einem Genre, das mich als Leser einfach null interessiert), dennoch stellt sie einige Methoden vor und probiert diese auch aus, die mich sehr ansprechen. Dazu gehört auch ihre Liebe zu Notizbüchern und deren Verwendung *lach*.

Sie hat verschiedene Notizbücher für verschiedene Dinge (Tagesplanung, Worldbuildung, einzelne Pojekte, Schreibratgeber-Zusammenfassungen, etc.).

Einige ihrer Ideen hab ich auch übernommen bzw. probiere es gerade aus. Das Spannendste und das, was mir jetzt am meisten geholfen hat, ist das Führen eines »Roman-Bullet-Journals«.

 

Ich selbst führe schon seit etwa August 2018 ein Bullet Journal als Kalender-Notizbuch-Hybrid. Nicht ganz, wie vom »Erfinder« Ryder Carrol mal erdacht, aber auch überhaupt nicht so grafisch/künsterlich ausgestaltet, wie man es vielerorts sieht. Denn: Ich kann einfach nicht zeichnen/malen und ich mag auch lieber klare Linien und kein Geschnörkel.

Zumindest hab ich bisher jeglische Notizen zum Schreiben allgemein und zu speziellen Geschichten immer in mein aktuelles Bullet Journal geschrieben. Das ist grundsätzlich gut, damit nichts verloren geht, aber ich habe gemerkt, dass es mich tierisch nervt, wenn ich immer ständig suchen und blättern muss. Deshalb hab ich jetzt Kates Methode des Roman-BuJos übernommen und bin echt begeistert.

Im Grunde nimmt man ein einziges Notizbuch (oder -heft, je nach Länge) für eine Geschichte und da kommt alles rein, was damit zu tun hat: Szenenideen, Daten zu Charakteren, Recherche, Brainstorming, to-do-Listen, whatever.

Kate verwendet es auch, um »Blockaden« zu überwinden oder wenn sie feststeckt. Dann nimmt sie sich das Notizbuch, nen Stift und schreibt drauf los. Darüber, was das Problem ist, wie sich sich dabei fühlt, einfach alles und kommt dabei meist auf die Lösung.

 

Das Kuriose ist, dass ich im Grunde weiß, dass mir so etwas auch hilft (schriftliches Denken), aber ich es schlicht und ergreifend so selten tue, weil ich einfach eine totale Sauklaue habe. Ich mag meine eigene Handschrift so überhaupt nicht. Sie ist winzig klein und meist kann ich sie nach ein paar Wochen/Tagen/Stunden selbst nicht mehr lesen. Ich versuche zwar, immer wieder daran zu arbeiten, aber es gibt halt Tage, an denen klappt es besser und welche, an denen es überhaupt nicht geht, selbst wenn ich es mir aktiv vornehme … Dennoch hab ich mich jetzt dazu »überwunden« und es hat wahre Wunder bewirkt.

Der ganze Wust in meinem Kopf, die ganzen Ideen, die ich für das aktuelle Projekt hatte, wie es ablaufen kann, was auf jeden Fall passieren soll etc. steht jetzt da drin und ist mehr oder weniger sortiert.

So, sehr lange Rede und winzig kurzer Sinn: an manchen Tagen hab ich nur handschriftlich geschrieben; teils Notizen, teils ganze Szenen. Die Wörter hab ich dann nur geschätzt bzw. auch gar nicht aufgeschrieben (wie z.B. am 30.08. - daher sieht es auch so aus, als hätte ich an dem Tag nichts gemacht, was aber nicht so ist).

 

Das ursprüngliche Ziel meiner Challenge war ja, jeden Tag etwas an der Geschichte zu schreiben. Und das habe ich getan. Am 31.08. war es der 157. Tag in Folge. Puh, das ist schon eine ordentliche Zahl.

 

Die Gesamtbilanz für dieses Projekt (als vom 28.03. - 31.08.2020) sind übrigens 97223 Wörter bisher.

Das ist locker schon Romanlänge, gäbe es da nicht ein Problem: Ich habe diese Wörter nicht hintereinander weggeschrieben. Ich habe mindestens 4 Mal neu angefangen (vielleicht waren es auch 5,6 oder 7 Mal …) und habe die Wörter weiter addiert, denn letztendlich sind sie für die Entstehung der Geschichte wichtig, kommen aber am Ende gar nicht mehr vor.

 

Die aktuelle Version umfasst knapp 6600 Wörter, etwa 1 1/2 Kapitel … Ich stecke also immer noch am Anfang. Doch während ich mich eine Zeit lang immer gequält habe, weil ich nicht wusste, wie es weitergeht und das Gefühl hatte, einfach nur zu schreiben, um der Wörter Willen und nicht um der Geschichte Willen, habe ich jetzt einen groben Plan erarbeitet.

Ich werde sicher nie ein »richtiger« Plotter, aber so ein paar grobe Punkte, auf die ich hinschreiben kann, tun mir ganz gut, denke ich. Und wenn es dann doch anders kommt, ist es auch nicht schlimm (hoffe ich).

Was ich aber faszinierend finde, wenn ich mir die Zahlen jetzt mal so anschaue, ist dass ich diese beträchtliche Anzahl von Wörtern tatsächlich in ca. 5 Monaten geschafft habe. Was heißt, hätte ich nicht zig Mal neu angefangen, wäre ich jetzt vermutlich mit der Rohfassung fertig. Das klingt jetzt deprimiert, ist es aber gar nicht. Vielmehr bin ich überrascht. Denn man hat zwar immer so ein ungefähres Gefühl dafür, was man so schafft, aber es mal wirklich zu sehen, ist noch mal eine ganz andere Hausnummer.

Das stimmt mich vorsichtig optimistisch, dass ich bis Ende des Jahres den Erstentwurf von Ulf fertig schreiben kann. Nebenbei hab ich auch schon einige weitere Ideen (ein paar sogar mal zwischendurch angefangen, dann aber wieder abgebrochen), auf die ich mich nach diesem Projekt freue.

Mit dieser Aussicht auf Hoffnung beginne ich den September, der (privat) recht turbulent werden wird (Renovierungsarbeiten und so, die noch in den Oktober hinein andauern werden). Ich hoffe, dass ich trotzdem regelmäßig zum Schreiben komme. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit.

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