· 

Sitala schreibt … im Juni 2020

Was es mit dieser Kategorie auf sich hat, könnt ihr hier nachlesen :).

Auch in diesem Monat gebe ich tägliche Updates zu meinen Schreibfortschritten.

 

Bereits seit dem 28. März 2020 schreibe ich täglich an meinem Projekt, ohne einen einzigen Tag Pause. Zwar sind es meist nicht Unmengen an Worten, aber ich merke, dass das ständige Beschäftigen mit der Geschichte mir ungemein hilft und diese »Anfangshürde«, die ich sonst immer hatte, wenn ich mich nur zwei Mal pro Woche an das Manuskript setzte, praktisch nicht mehr vorhanden ist.

 

Hier könnt ihr mich also begleiten. Ab und an gebe ich unterhalb dieser Liste kurze Kommentare darüber, wie das Schreiben lief, welche Erkenntnisse oder Probleme ich hatte.


Auch diesen Monat gibt es wieder eine grafische Aufbereitung. Vor allem die Gesamtwortzahl sieht ja mittlerweile ungeahnt beeindruckend aus. Merkwürdig, dass es sich dennoch gar nicht nach so viel anfühlt. Mag daran liegen, dass ich schon zum dritten Mal neu angefangen habe und gefühlt immer noch am Anfang stecke …

Insgesamt sind es diesen Monat 12263 Wörter geworden.

 



 

Arbeitstitel: Liebe ist nichts für Anfänger


Wochentag


Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Datum


01.06.2020

02.06.2020

03.06.2020

04.06.2020

05.06.2020

06.06.2020

07.06.2020

08.06.2020

09.06.2020

10.06.2020

11.06.2020

12.06.2020

13.06.2020

14.06.2020

15.06.2020

16.06.2020

17.06.2020

18.06.2020

19.06.2020

20.06.2020

21.06.2020

22.06.2020

23.06.2020

24.06.2020

25.06.2020

26.06.2020

27.06.2020

28.06.2020

29.06.2020

30.06.2020

Wörter heute


884

913

325

355

162

343

1444

394

326

298

148

259

379

424

238

369

330

244

240

565

672

207

310

518

169

201

178

757

346

265

Wörter insgesamt


35727

36640

36965

37320

37482

37825

39269

39663

39989

40287

40435

40694

41073

41497

41735

42104

42434

42678

42918

43483

44155

44362

44672

45190

45359

45560

45738

46495

46841

47106

x. Tag ohne Pause


66

67

68

69

70

71

72

73

74

75

76

77

78

79

80

81

82

83

84

85

86

87

88

89

90

91

92

93

94

95



01.06.2020

Und schon wieder ein neuer Monat. Die Zeit scheint zu rasen und heute ist tatsächlich schon der 66. Tag, an dem ich ohne einen Tag Pause schreibe. Allmählich fühlt es sich »normal« an und selbst, wenn der Tag vollgepackt ist, finde ich zum Glück immer ein paar Minuten, um wenigstens ein paar Wörter zu tippen. Von den ursprünglich mal gedanklich anvisierten 1000 Wörtern pro Tag bin ich zwar leider immer noch an den meisten Tagen weit entfernt, dennoch erkenne ich natürlich, dass es besser ist, sich deswegen nicht selbst zu zerfleischen, sondern sich stattdessen zu freuen, dass es voran geht; und sei es auch nur in kleinen Schritten. Denn wie sagte Stephen King so schön auf die Frage, wie er seine Bücher schriebe: Einen Satz nach dem anderen.

07.06.2020

Heute lief es wieder einmal richtig gut *freu*. Eigentlich könnte ich sogar noch weiter schreiben, aber leider gibt es ja noch ein Leben neben dem Schreiben.

Gestern hätte ich auch schon mehr schreiben können, aber ich habe endlich in eine Datenbanksoftware investiert. Denn mich nervt schon seit Langem, dass ich immer mehr den Überblick über meine ganzen Figuren verliere. Zwar habe ich eine (eher schlecht als recht gepflegte) Excel-Liste, in der ich die Namen aufgeschrieben hab und in welchen Geschichten sie vorkommen, aber das ist schon seit einiger Zeit sehr unübersichtlich (und wird natürlich nicht besser).

Dank eines Postings von Norma Banzi auf Facebook ist mir das Thema wieder präsent geworden und ich habe mich umgeschaut. Jetzt habe ich ein Datenbankprogramm, das ich komplett selbst gestalten kann; für Figuren, Geschichten, etc. Ich kann damit im Grunde auch alles andere verwalten (Vielleicht echt mal Bücherlisten für meine gelesenen Bücher? Statistiken? Einen Kalender?), denn an dem Ding ist nichts starr. Und ich bin ehrlich: Ich mag so technische Sachen ja. Da kann ich mich dann stundenlang drin verlieren. Ist sicher auch eine Art der Prokrastination, aber wenigstens eine zielführende. Jetzt "muss" ich nur nach und nach meine alten Geschichten lesen und die ganzen Daten einpflegen. Ich bin ja mal gespannt, was mich da so erwartet, denn Vieles hab ich sicher schon vergessen oder zumindest nicht mehr so präsent.

21.06.2020

Die letzten Tage liefen eher zäh. Einerseits ist es gut, dass ich täglich an der Geschichte arbeite, andererseits vergesse ich dennoch sehr schnell irgendwelche Kleinigkeiten. Natürlich würde ich die genauso (vielleicht auch noch mehr?) vergessen, würde ich wieder unregelmäßiger schreiben.

Heute hab ich mich aber mal hingesetzt und alles von Anfang an durchgelesen, was ich bisher geschrieben hab. Nebenbei hab ich Notizen gemacht. Zum Glück hab ich mir erst diese Woche ein (oder eher zwei *hust*) neues Notizbuch gegönnt. Nicht dass ich nicht noch drölfzig andere Notizbücher hätte … Aber das ist ein anderes Thema ;) .

Irgendwie dachte ich die letzten Tage, alles wäre so konfus und abgehackt, aber durch das Durchlesen in einem Rutsch und die Stichworte hab ich gemerkt, dass sich von mir unbemerkt bereits eine schöne Struktur aufgebaut hat.

Was lerne ich also daraus? Ich sollte weniger zweifeln, meiner Muse vertrauen und ab und an mal zurücktreten und den Text als Ganzes betrachten. Dann kehrt auch der Elan zurück.

26.06.2020

Wie man an den täglichen Wörtern sieht - so wirklich komme ich nicht voran. Zumal sich die Gesamtwortzahl auf die zig Versionen erstreckt, die ich mittlerweile begonnen habe.

Ich habe ursprünglich mit Ulfs Geschichte angefangen, weil mir die andere, die ich davor eigentlich begonnen hatte, schlichtweg entglitt. Ich spürte die Protagonisten nicht mehr, sie verhielten sich alles andere als logisch und eher wie kleine Kinder als dass sie sich wie erwachsenen Männer verhalten hätten. (Ja, ich weiß, dieses Verhalten soll bei den Herren der Schöpfung durchaus auch vorkommen ;-) ) Aber ich war einfach nicht mehr mit allen Sinnen dabei, nur noch mein Kopf schaute (gelangweilt) von außen drauf und ich tippte irgendetwas, nur um da Worte stehen zu haben.

Also krempelte ich die imaginären Ärmel hoch, überlegte und entschied mich schließlich, die Geschichte zu wechseln. Der Teufelskreis begann von vorne. Anfangs Elan, Recherche, wildeste Ideen. Doch jetzt sitze ich jeden Tag vor dem Laptop und qäle mir ein paar Wörter ab, nur um sagen zu können, bereits den xten Tag in Folge (heute ist es der 91.) geschrieben zu haben.

Das Problem ist, dass ich weiß, wenn ich mir jetzt eine Pause gönne, werde ich wieder auf Wochen nichts schreiben. Schließlich kenne ich mich ja. Also was tun? Mich durchbeißen und den Grundkonflikt verschärfen? Wieder die Geschichte wechseln (mit der Gefahr, dass sich die Situation wiederholt)?

Ich bin ehrlich: Ich weiß es nicht. Hoffentlich kommt mir am Wochenende oder an meinem freien Tag nächste Woche die zündende Idee.

Bis dahin kämpfe ich weiter und hoffe darauf, dass morgen ein besserer Tag sein wird.

28.06.2020

Wie man an der heutigen Wortzahl sieht, gab es einen ziemlichen Sprung. Woran liegt das?

Nun, sicher kann man sagen, dass es unter anderem daran liegt, dass heute Sonntag ist und ich somit frei habe. Auch dass ich endlich mal wieder ausschlafen konnte, hat meiner Konzentrationsfähigkeit sicher nicht geschadet. Doch der ausschlaggebendste Punkt ist sicher, dass mir eine Sache gestern so richtig bewusst wurde: Ich weiche dem Grundkonflikt aus. Dabei ist der gut; er ist nachvollziehbar und faszinierend. Aber wie so häufig will man nur das Beste für seine Protagonisten und Schmerz und Probleme gehören sicher nicht dazu. Auch wenn man weiß, dass am Ende alles gut wird.

Heute hab ich mich dann vor dem Schreiben hingesetzt, mir eines meiner geliebten Notizbücher geschnappt, und handschriftlich mit kurzen Worten das Grundproblem umrissen. Sofort war eine Szene, welche die ganzen Probleme ins Rollen bringen wird, vollkommen klar vor meinen Augen. Deshalb schrieb ich sie schnell per Hand auf. Dazu ein paar weitere Eckpunkte und dann öffnete ich das Manuskript. Mit einem Mal konnte ich kaum noch schnell genug tippen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass diese Euphorie lange anhalten wird ;-)

Hier geht's weiter zum Juli 2020

Das könnte dich auch interessieren

Kommentar schreiben

Kommentare: 0