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Woher nimmst du deine Ideen?

Ganz ehrlich: manchmal wüsste ich das selbst gern *lach*.

Es ist nicht so, dass ich mich bewusst hinsetze und denke: »So, jetzt such ich mir 'ne Idee.«

 

Manchmal kommen mir Ideen oder Assoziationen bei ganz alltäglichen Dingen. Sei es im Bus oder beim Einkaufen, wenn man Gesprächsfetzen mitbekommt oder das Verhalten von Fremden.

Es kann aber auch ein Lied sein, ein Film, eine Dokumentation im Fernsehen. Es haben sich auch schon Ideen ergeben, während ich mich mit anderen unterhalten haben.

 

Würde man meinen Mann fragen, würde der voller Überzeugung behaupten, mein größter Ideengeber zu sein. Okay, ich will nicht abstreiten, dass er recht häufig mit den Worten ankommt: »Ich hab da eine tolle Geschichten-Idee« oder auch »Ich hab eine tolle Idee für einen Titel«. Die meisten seiner Ideen sind allerdings ziemlich (sehr!) abstrus und abgedreht, aber ab und an landet er auch einen Glückstreffer. (Beispielsweise gäbe es ohne ihn Jacques oder auch die Aliens nicht ;) )

 

Leider vergesse ich die meisten Ideen (egal welcher Herkunft) wieder, weil ich gar nicht daran denke, mir zumindest mal ein paar Stichworte zu notieren. (Ein paar wenige haben es zwar in mein Notizbuch geschafft, aber ich muss gestehen, dass ich da fast nie reingucke.)

 

Meist läuft es auch nicht so ab, dass ich dann in dem Moment denke: »Ah, das ist eine tolle Idee. Darüber schreib ich jetzt eine Geschichte.«

Das verläuft eher unterschwellig. Während ich schreibe, ploppt diese Idee mit einem Mal (wieder) auf und ist da. Ganz so, als hätte sie gelauert und gewartet, bis es endlich an der Zeit ist, um dann aus dem Gebüsch zu springen, den Mantel aufzureißen und zu rufen: »Hier bin ich. Verwende mich oder ich bleibe auf ewig hier stehen und nerve dich.«

 

Ist mir gerade diese Woche erst passiert. Plötzlich war da diese Idee, dieses Thema, worüber ich zwar generell schon gerne mal schreiben wollte, aber bisher war es mir einfach »zu groß«, zu unpassend. Aber in genau dieser Situation war es richtig und vollkommen natürlich. Zwar hab ich kurz versucht, es noch abzuwenden, aber im Grunde wusste ich schon, dass daran nicht zu rütteln ist.

Und ich will ehrlich sein: Das sind genau die Momente, in denen mir das Schreiben am meisten Spaß macht; wenn in meinem Kopf unvorhergesehene Verknüpfungen erstellt werden und alles in mir zu Kribbeln beginnt.

 

Ich kann mich noch gut an die Anfänge erinnern, also als ich begann, (Kurz-)Geschichten auf fanfiktion.de zu veröffentlich. Es war vielleicht die dritte oder vierte Geschichte, die ich veröffentlichte und ich dachte: »Das war’s. Danach sind alle deine Ideen aufgebraucht.« Einfach, weil ich mal ein paar Grundideen hatte und die nun sozusagen verschrieben hatte. Was ich damals noch nicht wusste war, dass sich die eigene Kreativität tatsächlich ständig weiterentwickelt.

Mittlerweile hab ich so viele Ideen (einige davon schlummern auch schon angefangen auf meiner Festplatte rum …), dass sich diese Angst mittlerweile gelegt hat ;). Vielmehr stehe ich vor dem Problem, die alle jemals auch zu Papier zu bringen.

 

Es gibt auch Ideen, die sich recht hartnäckig halten, aber einfach absolut nicht in das aktuelle Manuskript passen. Dann bediene ich mich der Methode des »Einschlafprojekts«, die ich für mich selbst entwickelt habe.


nachgefragt - Jeden Samstag beantworte ich an dieser Stelle eine Frage.

 

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(Egal, ob zum Schreiben allgemein, zu meinen Büchern, den Charakteren oder auch Persönliches)

 

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