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Worum ging es im allerersten Werk, das du geschrieben hast?

Uh, da muss ich aber ziemlich in meinem Gedächtnis kramen *lach*.

 

Die ersten Schreibversuche habe ich so mit 12 oder 13 Jahre gestartet.

Ich glaube, es gab einige, aber das erste längere Projekt (ich würde es jetzt nicht unbedingt »Werk« nennen), woran ich mich erinnern kann (welches ich aber wie fast alle früheren Werke nie beendet habe), ist eine Geschichte über einen Jungen, der an Magenkrebs leidet.

Fragt mich bitte nicht, wie ich in diesem Alter auf so ein Thema gekommen bin. Ich kann es euch beim besten Willen nicht sagen, zumal zu der Zeit auch niemand in meinem Umfeld an Krebs erkrankt war. Internet, das mich hätte triggern können, gab es schließlich auch noch nicht ;).

 

Ich weiß aber noch sehr genau, wie ich in meinem Zimmer auf dem Fußboden saß, mit dem Rücken an die (eher wenig bequeme) Heizung gelehnt und mit einem karierten DIN 4-Block (natürlich so graues Recycling-Papier, wie es damals so üblich war ;) ) auf den Beinen. Dort hab ich dann handschriftlich den Anfang dieser Geschichte hineingekritzelt (damals war noch nichts mit Computer für jeden, auch wenn es der Leserlichkeit sicher gutgetan hätte). Existieren tun diese frühen literarischen Ergüsse übrigens nicht mehr, worum ich jetzt auch nicht sonderlich böse bin.

Komischerweise erinnere ich mich aber heute immer noch genau an die ersten Sätze:

›Dieses Mal kommt er nicht wieder.‹ Wie sehr ich diesen Satz hasse, denn erstens stimmte es bisher nie und zweitens ist es kein ›Er‹. Es ist Krebs, keine Person, die man einfach nur nicht leiden kann.

 

Wie gesagt, ich habe es nie beendet, aber ein Happy End hatte ich für diese Geschichte definitiv nicht im Kopf, sprich: Der Junge war dazu bestimmt, am Ende zu sterben.

 

Danach entdeckte ich aber schnell meine Vorliebe für Liebesgeschichten, schrieb Serien oder Filme bzw. -enden um oder vereinte andere Personen, die meiner Meinung nach besser zusammenpassten. Schon damals waren es überproportional oft die Herren, die ich in meinen Geschichten vereinte ;). Ab und an gab es auch mal einen Abstecher in die »Realität« - zumindest insofern, dass ich in meinen Geschichten meine männlichen Klassenkamerade miteinander verkuppelte.

Meine Affinität zu diesem Genre begann also schon recht früh ;).

 


nachgefragt - Jeden Samstag beantworte ich an dieser Stelle eine Frage.

 

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